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Kosmetik aus der Küche: Ringelblumensalbe selber machen

Vier kleine Döschen mit selbst gemachter Ringelblütensalbe.

Haben Sie sich schon mal bewusst vor Augen geführt, wie viele Kosmetik- und Pflegeprodukte Sie tagtäglich benutzen? Da kommt mitunter einiges an Tiegeln, Tuben und Fläschchen zusammen. Oft entsteht so auf Dauer eine nicht unerhebliche Menge vermeidbarer (Plastik-)Müll. Dagegen lässt sich aber etwas unternehmen. Natürlich kann jeder als allererstes seinen Badezimmerschrank ausmisten und sich fragen: Brauche ich das alles wirklich? Oft heißt die Antwort darauf: Nein, brauche ich nicht. Manchmal muss sie aber „Ja!“ heißen. Und je nachdem, wie sehr man seinen Körper pflegen möchte oder muss, geht es ohne einige Produkte einfach nicht. Doch auch bei den unverzichtbaren Kosmetika ist mehr Umweltfreundlichkeit möglich. Zum Beispiel durch Nachfüllpackungen – oder durch Selbstgemachtes. Mit wenigen Zutaten aus der Küche kann man ohne viel Aufwand selbst Zahnpasta, Shampoo & Co. herstellen – ohne Chemie und vor allem kostengünstig.. In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen, wie Sie ganz einfach Ringelblumensalbe selber machen können.

Kosmetik aus der Küche – Teil 18: Ringelblumensalbe selber machen

Ringelblumen (Calendula officinalis) blühen von Juni bis Oktober in leuchtendem Orange auf Balkonen und in Gärten. Die schönen Blumen sind nicht nur ein schöner, fröhlicher Farbtupfer – sie sind auch wirkungsvolle Heilpflanzen. Aus den Blüten der Ringelblume können Sie Ringelblumensalbe selber machen, die es sonst in Apotheken und Drogeriemärkten zu kaufen gibt. Die Ringelblume wirkt vor allem wundheilungsfördernd und entzündungshemmend. Sie eignet sich daher als Salbe sehr gut bei wunder, trockener oder rissiger Haut. Auch als Handcreme bei trockenen Händen ist sie empfehlenswert.

Wofür man die Ringelblume noch verwenden kann und wann Sie die Blüten am besten pflücken, erfahren Sie im Pflanzenporträt Ringelblume im Waschbär-Magazin.

Die Zutaten für die selbst gemachte Ringelblumensalbe stehen in Schüsseln auf einem Tisch. © Rudi Beiser

Die frisch geernteten Ringelblumen haben um die Mittagszeit die meisten Wirkstoffe.

Anleitung für selbst gemachte Ringelblumensalbe

Hier können Sie die Anleitung für eine selbst gemachte Ringelblumensalbe als PDF herunterladen.

Das brauchen Sie

  • 125 g (ml) Bio-Kokosöl
  • 40 g frische oder 20 g getrocknete Ringelblumenblüten
  • 8 g Bienenwachs
  • 6 Tropfen ätherisches Lavendelöl

Und so geht’s

  1. Das Kokosöl auf kleiner Stufe im Wasserbad erwärmen. Die Temperatur sollte etwa 60 °C erreichen.
  2. Die kleingeschnittenen Ringelblumen dazugeben und die Temperatur 30–40 Minuten lang auf 50–60 °C halten. Dabei ab und zu umrühren.
  3. Nun das Wachs einrühren und schmelzen lassen.
  4. Zuletzt das ätherische Öl eintropfen.
  5. Durch ein feines Sieb abgießen, etwas abpressen und noch warm in Salbendöschen füllen. Dort kann die Salbe auskühlen und fest werden. Verschlossen wird der Behälter erst, wenn die Auskühlung beendet ist, ansonsten bildet sich Kondenswasser.
Die flüssige Ringelblumensalbe wird durch ein feines Sieb gegeben.n © Rudi Beiser

Die flüssige Salbe wird beim Auskühlen in kleinen Döschen fest und cremig.

Ringelblumensalbe selber machen: Tipps und Hinweise

  • Auf das Bienenwachs können Sie auch verzichten. Durch das Wachs wird die Salbe aber etwas fester und behält die Festigkeit auch bei wärmeren Temperaturen.
  • Kühl gelagert hält die Salbe etwa ein Jahr.
  • Wenn Sie allergisch auf Korbblütler sind, sollten Sie vorsichtshalber keine Ringelblumensalbe verwenden. Auch bei sehr empfindlicher Haut ist von der Nutzung abzuraten, da Reizungen entstehen können.

 

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Bildquellen

  • ringelblumensalbe-zutaten: © Rudi Beiser
  • salbe-abseihen: © Rudi Beiser
  • ringelblumensalbe: © Rudi Beiser

Rudi Beiser, Jahrgang 1960, beschäftigt sich schon seit 40 Jahren mit Heil- und Wildkräutern. 13 Jahre lang führte er einen Naturkostladen. Danach betrieb er 20 Jahre lang die von ihm gegründete La Luna Kräutermanufaktur, wo hochwertige Kräutertees in Demeter-Qualität produziert wurden. Sein reichhaltiges Wissen über Pflanzen und seine langjährigen Erfahrungen dazu gibt er heute als Dozent an verschiedenen Instituten und als erfolgreicher Buchautor weiter.

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